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Satelliten Navigation Galileo
Vier Jahre wird es dauern, bis Galileo voll funktionsfähig ist. Dann werden auf drei verschiedenen Umlaufbahnen in 23.616 Kilometern Höhe jeweils zehn Satelliten in einem Winkel (Inklination) von 56
Grad zum Äquator die Erde umkreisen. Jeweils neun Satelliten verteilen sich in gleichmäßigen Abständen auf einer Umlaufbahn, für die sie 14 Stunden benötigen. Ein Reservesatellit in jedem Orbit stellt sicher, dass das System auch bei Ausfall eines der künstlichen Trabanten funktioniert. Die Zahl der Satelliten, die Lage der Umlaufbahnen und die Inklination stellen nach Berechnungen der ESA sicher, dass jedermann überall in
der Welt zu jeder Zeit die Daten von mindestens vier Satelliten empfangen und so seine Position auf den Meter genau bestimmen kann. Der Winkel zum Äquator garantiert dies - anders als GPS - sogar in den für Europa besonders wichtigen nördlichen Breiten bis hin zur Polarregion. An den meisten Orten sollen sechs
bis acht Satelliten in Sichtweite sein, was zentimetergenaue Positionsbestimmung erlauben wird.
Zukunft und Marktchancen des Satelliten Navigationssytem Galileo
Das europäische Giga - Projekt erkundet dabei die Marktchancen für Dienste in der Energiewirtschaft. Die Satelliten könnten hier zur Vermessung der Versorgungsnetze und beim Bau von neuen Leitungen verwendet werden. Vor allem außerhalb der Städte und Wohngebiete haben viele Versorger ihre
Leitungen bereits zu etwa 50 Prozent mit Hilfe der Satellitenpositionierungssysteme erfasst.
Kontrollzentrum Satelliten Navigationssystem Galileo
Das Kontrollzentrum für Europas Satellitensystem Galileo ist in Oberpfaffenhofen in der Nähe von München. Dort werden 30 Satelitten vom Boden aus gesteuert. Ausschlaggebend für die Entscheidung sei die "Kompetenz aus 40 Jahren Raumflugbetrieb" in Oberpfaffenhofen gewesen. Ein weiteres Kontrollzentrum soll in Italien entstehen, um das Ausfallrisiko während des Regelbetriebes möglichst gering zu halten. Satellitenpositionierungssysteme erfasst.